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99 bwa 1907 wa wasser2Heutzutage ist es einfach: Hahn aufdrehen und das Wasser fließt. Das war in Walldürn nicht immer so. Die Anfänge der Wasserversorgung waren nicht einfach.
Begonnen hat alles 1894: am 28. Juli wurden die Wasserleitung und der Hochbehälter in der Hornbacher Straße in Betrieb genommen. Das Wasser wurde damals mittels einer Dampfmaschine von der Station – neben dem ehemaligen Schlachthof – zum Hochbehälter gepumpt.
Davor bekamen die Walldürner ihr Wasser aus Brunnen. Die Versorgung mit ausreichendem, einwandfreiem Trinkwasser stellte die Verantwortlichen in Walldürn immer wieder vor große Probleme. Bis 1894 wurde das Trinkwasser aus verschiedenen Brunnen in Walldürn gewonnen. Die Qualität des Wassers war teilweise so schlecht, dass es nur im abgekochten Zustand genießbar war. Aus manchem Brunnen konnte wegen der verseuchten Böden gar kein Trinkwasser mehr gewonnen werden. Einer der wenigen Brunnen, der einwandfreies Wasser lieferte, war zu der damaligen Zeit der Kuchenbrunnen – im Bereich der Landmaschinenwerkstatt Josef Kreis – als Hauptversorgungsquelle für die Stadt. Von hier wurde das Wasser in Holzfässern in die Stadt gebracht, eine umständliche und zeitraubende Arbeit.
Rund 80 gemauerte Ziehbrunnen über das Stadtgebiet verteilt und der vor der Stadt liegende Kuchenbrunnen lieferten einst das Wasser für die Walldürner Bevölkerung. Allerdings gab es nur wenige Brunnen, die gutes Wasser für den menschlichen Verbrauch lieferten. Das Wasser der übrigen Brunnen wurde für Viehtränken und zum Waschen verwendet. Nach Aufzeichnungen von Bürgermeister Hildenbrand stritten sich morgens die Frauen an den Brunnen um das Wasser.
Bei einem Brand konnten die Brunnen wegen der geringen Wasserschüttung nicht benutzt werden. Das Löschwasser musste mit Ledereimern aus dem See entnommen werden und erreichte durch eine Kette von Männern den Brandplatz.

Knappe Entscheidung

Die Notwendigkeit einer Wasserversorgung war unübersehbar, dennoch war der Bau der Wasserleitung durchaus umstritten. Obwohl allen Verantwortlichen der Stadt die unzureichende Versorgung der Walldürner Bürger mit ausreichendem und einwandfreiem Trinkwasser bewusst war, kamen einigen Mitgliedern des Bürgerausschusses hinsichtlich der veranschlagten Kosten von 130 000 Mark Bedenken. Erst der Hinweis darauf, dass 1893 nur die Brunnen und erst 1894 die Wasserleitung gebaut würde, hob diese Bedenken zumindest teilweise wieder auf. Mit 33 gegen immerhin 21 Stimmen wurde dann nach langer Diskussion der Bau der Wasserleitung beschlossen. Der 1894 erbaute Hochbehälter mit einer Speicherkapazität von zwei Mal 200 Kubikmeter in der Hornbacher Straße war bis 1958 das Herzstück der Walldürner Wasserversorgung. Nach Fertigstellung im Juli 1894 standen 4,6 1/s Wasser zur Verfügung. Somit verfügte jeder der 3163 Einwohner Walldürns über 125 Liter Trinkwasser am Tag. Dieser Hochbehälter, der seit 1958 nicht mehr genutzt wird, ging mittlerweile in Privatbesitz über.
Die Aufgabe des Wasserpumpwerkes in der Würzburger Straße war die Wasserförderung vom Kuchenbrunnen in den Hochbehälter in der Hornbacher Straße. Durch den ab der Jahrhundertwende begonnenen starken Ausbau des Walldürner Wasserversorgungsnetzes zeigte sich bald, dass das 1894 gebaute Wasserpumpwerk den gestiegenen Anforderungen nicht mehr gerecht wurde. Bereits 1909, also nur 15 Jahre nach Inbetriebnahme der zentralen Wasserversorgung in Walldürn, wurde das Wasserpumpwerk erweitert.
Mehrere Bohrungen
Anfang der 50er Jahre stellten sich erneut Probleme bei der Wasserversorgung ein. Durch den Bevölkerungszuwachs, die Verschlechterung der Wasserqualität, aber auch im Hinblick auf die Errichtung einer Garnison war die Erweiterung und Verbesserung der Wasserversorgung unbedingt notwendig. Nachdem bereits im Herbst 1955 mit ersten Bohrungen im Gewann „Poppensee“ begonnen wurde, die aber letztlich zu keinem befriedigenden Ergebnis führten, wurden diese 1956 verstärkt fortgesetzt. Insgesamt gab es vier Bohrungen, zwei im Gewann »Poppensee« und je eine im Gewann »Lange Haselhecke« und im Gewann »Castel«. Zwei dieser Bohrungen ergaben eine ausreichende Schüttung, das Wasser war chemisch und bakteriologisch einwandfrei.
Auch ein Dauerpumpversuch ergab den Nachweis, dass sich die Inbetriebnahme bei einer für die Wasserversorgung Walldürns ausreichenden Schüttung auf Dauer lohnt. Nach Auffassung der Fachleute sicherte der Ausbau dieses Projektes und ein Anschluss an die Leitungen Walldürns den Bedarf von 12 000 bis 15 000 Bewohnern.
1958 wurde der Hochbehälter an der Hornbacher Straße gegenüber der Bundeswehrkaserne erbaut. 1500 Kubikmeter Trinkwasser einschließlich einer Brandreserve von 150 Kubikmeter fassen die zwei zylindrischen Wasserkammern, von denen jede einen Durchmesser von 18 Metern und eine Höhe von 4,8 Metern aufweist. Von hier aus gelangt seit 1971 Bodenseewasser in die Walldürner Haushalte. Drei bis vier Tage ist das Wasser aus dem Bodensee durch Aufbereitungs- und Verteilungsanlagen bis nach Walldürn unterwegs. Da eine Qualitätsminderung frühestens nach drei Wochen eintritt, ist Walldürn so stets mit hochwertigem Trinkwasser versorgt. Walldürn war die erste Kommune in Nordbaden, die Bodenseewasser bezog.

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