„Wichtige Investition in die Zukunft“


Walldürn erhält bis Juni neue unterirdische Stromleitungen – Reaktion der Stadtwerke auf erhöhten Strombedarf

Walldürn. (dore) „Der Bau der neuen Erdkabeltrasse zwischen Walldürn und Höpfingen ist unser größtes Projekt dieses Jahr“, erklärte Tobias Hagenmeyer, Geschäftsführer der Stadtwerke Walldürn, im Gespräch mit der RNZ.
Bislang bestehen zwischen Walldürn und Höpfingen zwei Trassen. „Eine Leitung reicht nicht aus, um den Strombedarf für Walldürn abzudecken. Das heißt, zwei Leitungen brauchen wir mindestens. Wenn allerdings eine ausfallen würde, hätten wir ein Problem und in Teilen Walldürns womöglich keinen Strom mehr. Aus diesem Grund, und weil der Strombedarf in den letzten Jahren generell gestiegen ist, brauchen wir diese dritte Trasse für Walldürn“, stellte Markus Schindler, Technischer Leiter der Stadtwerke, klar.

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Die Bauarbeiten für die sieben Kilometer lange unterirdische Trasse haben vor einer Woche im Bereich der Würzburger Straße in Walldürn begonnen. Das Bauprojekt kostet insgesamt 1,5 Millionen Euro.

Foto: Stadtwerke Walldürn

 

Die neuen unterirdischen und 20 Kilovolt starken Stromleitungen werden über eine Strecke von sieben Kilometern verlaufen. Die Erdkabeltrasse verläuft von der Altheimer Straße in Walldürn parallel zur Würzburger Straße an den Stadtwerken vorbei und unter der B47 (Brücke über der B27) weiter Richtung Heidingsfelder Weg, der überquert wird.

Der weitere Weg der Erdtrasse führt am Gelände der Firma Goldschmitt im Verbandsindustriepark vorbei in Richtung Höpfingen und dort entlang der Kleintierzuchtanlage und des Sportplatzes bis zum Umspannwerk der „Netze BW“. Vor einer Woche wurde mit den Arbeiten begonnen, bis Mitte Juni sollen sie – je nach Witterung – abgeschlossen sein.

Man habe bewusst in Walldürn mit den Erdarbeiten begonnen, sodass, wenn die Wallfahrt beginnt, „wieder alles zu ist“, erklärte Schindler. Ein solch großes Bauprojekt brauche natürlich auch etwas Zeit von der Planung über die Genehmigung der Behörden bis zum Anfang bzw. Ende der Bauarbeiten, so Hagenmeyer. „Die Planungen gingen bereits Mitte 2017 los, dabei mussten dann sämtliche Institutionen wie Straßenmeisterei, GVV, auch die Verwaltung von Höpfingen oder das Forstamt –um nur einige zu nennen – miteinbezogen werden“, ergänzte Schindler. Das gesamte Bauprojekt kostet 1,5 Millionen Euro. „Das ist ein Wort“, meint Hagenmeyer.

„Die Stadt will mit dem Bau der neuen Erdkabeltrasse natürlich seiner Verpflichtung zur Versorgungssicherheit der Bevölkerung nachkommen. Das ist eine wichtige Investition auch für die Zukunft“, betonte Hagenmeyer. Zu Straßensperrungen werde es zwar nicht kommen, dennoch bitten die Stadtwerke um Verständnis bei der Bevölkerung, wenn es doch einmal zu Behinderungen kommen sollte, teilten die Stadtwerke mit.

 

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