Bei der energetischen Sanierung des Schulzentrums Auerberg mit Hallenbad und Nibelungenhalle ist der erste Schritt getan. Am Montag wurde ein neues Blockheizkraftwerk offiziell in Betrieb genommen. „Zukunftsfähig“ sei man damit, sagte Bürgermeister Markus Günther.

 

 

Der auch darauf verwies, dass mit der Realisierung des energetischen Konzepts Geld eingespart wird. 120 000 bis 140 000 sollen es am Ende jährlich sein. Das Thema war bereits bei der Verabschiedung des Nachtragshaushalts im Gemeinderat beraten worden. Für die Maßnahme gibt es Fördermittel. Ein nächster Schritt sei dann der Austausch des Beckens im Hallenbad, die Kosten dafür bezifferte
Günther auf rund 1,8 Millionen Euro. Der Bürgermeister und Bauamtsleiter Thomas Withopf erinnerten an die Vorgeschichte. Im Mai 2009 sei die Erstellung eines Energiekonzepts bei den Büros Umwelttechnik Salopek, Umwelttechnik, Weinberg in Auftrag gegeben worden.
Dieses Energiekonzept ergab, sagte Withopf, dass die wirtschaftlichste Lösung die Zusammenlegung der Heizzentralen von Hallenbad und Schulen und der Einbau eines Blockheizkraftwerks ist.

Im Einzelnen wurde umgesetzt:

– Stilllegung der Heizzentrale Hauptschule und Installation einer Verbindungsleitung zur Heizzentrale Realschule/Hallenbad
– Sanierung der sechs Heizungsverteiler
und Regelungstechnik sowie Einbau von Heizkörperthermostatventilen in der Hauptschule.
– Sanierung der Lüftungsanlage „Kleine Turnhalle“.
– Einbau eines Blockheizkraftwerks.
Zu den technische Daten sagte Withopf, es habe in der Hauptschule zwei 279 kW-Gaskessel Baujahr 1971 gegeben, für Realschule und Hallenbad einen 1120 kW Gas-Niedertemperaturkessel
(Baujahr 2006) und einen 375 bis 450 kW Gaskessel aus dem Jahr 1983. Die neue Anlage besteht
aus dem vorhandenen 1120 kW Gas-Niedertemperaturkessel und dem Blockheizkraftwerk (Gas) mit 50 kW elektrisch und 82 kW thermisch. Die Stromerzeugung liege bei rund 390 000 kWh pro Jahr, die Wärmeerzeugung bei circa 632 000 kWh im Jahr. Der Strom werde selbst verbraucht,
der Überschuss ins Netz der Stadtwerke eingespeist, die Wärme ebenfalls im Kreislauf genutzt.
Die Anlage zeichne sich durch eine hohe Effizienz aus, sagte Withopf. Und weiter: „Der Winter kann kommen, wir sind gerüstet.“ Der Ausführungszeitraum war von August bis November. Planung und Bauleitung lagen beim Büro Umwelttechnik Salopek, Umwelttechnik Weinberg, die Heizungsarbeiten führte die Firma Flicker aus. Die Gesamtkosten liegen bei rund 300 000 Euro, die Einsparung bei rund 50 000 Euro im Jahr. Das entspricht etwa 26 Prozent der alten Energiekosten. Am Ende lobten alle Beteiligten die gute und problemlose Zusammenarbeit bei der Realisierung der Maßnahme.

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